Du hast es sicherlich schon öfter mal gehört: Meditationen helfen dir Stress abzubauen, den Blutdruck zu senken und Krankheiten vorzubeugen. Hört sich doch gar nicht schlecht an, oder? Aber wieso meditieren dann so wenige Leute, wenn die Vorteile doch klar auf der Hand liegen?

In diesem Beitrag wollen wir dir ein paar Tipps an die Hand geben, um Meditieren in deinem Alltag einzubauen. Dabei ist es egal, ob du Anfänger, oder bereits fortgeschritten bist. Die Kontinuität gepaart mit etwas Durchhaltevermögen wird dir zeigen, wie du dich fühlen kannst, wenn du deinem Körper diese Ruhepausen gönnst.

„Meditation hat schon nach wenigen Stunden einen spürbaren Effekt auf die Psyche – weniger Stressanfälligkeit und ein Gefühl von innerer Ruhe und Ausgeglichenheit. Dies hat wiederum Auswirkungen auf die körperlichen Aspekte wie Blutdruck, Immunsystem oder Cholesterinspiegel.“
Prof. Dr. Tobias Esch

Tipps für mehr Meditation im Alltag

Wir wollen dir ein paar Tipps an die Hand geben, wie du relativ einfach mit ein paar Schritten deine Meditationspraxis aufbauen kannst.

1. Mache dir einen Plan

Jeder gute Vortrag, jeder gute Prozess und jede gute Aktivität kann nur dann gut werden, wenn man sie vorher ausreichend geplant hat. Am besten startest du damit, am Wochenende, bspw. Sonntag Nachmittag, einen Zettel und einen Stift herauszuholen und deine Woche zu planen. Wann stehen welche Termine an, an welchen Tagen muss ich einkaufen, Wäsche machen, oder habe sogar frei?
Fürs Meditieren finden viele Leute die kleinsten Ausreden, um es letztendlich nicht in den Alltag einzubauen. Aber planst du vorher deine Woche, wirst du sehen an welchen Tagen es dir wirklich passt. 2-3 Mal pro Woche sollten für den Anfang reichen. Du wirst sehr schnell von allein viel mehr wollen.

2. Starte Meditationen langsam

Starte wirklich von ganz vorn. Niemand schafft es sofort 1 Stunde lang zu meditieren. Fange mit 5 Minuten sehr entspannter Meditation an. Stelle dir einen Handywecker auf 5 Minuten. So weißt du, wann du fertig bist ohne ständig auf die Uhr zu schauen. Versuche diese 5 Minuten wirklich abzuschalten. 5 Minuten in deinen Alltag einzubauen sollte doch machbar sein, oder? 😉

3. Verurteile dich nicht

Meditieren kann am Anfang wirklich hart sein. Tausende Einflüsse von draußen machen es dir schwer deinen Kopf abzuschalten und dich auf dein Inneres zu konzentrieren. Aber hey – verurteile dich nicht dafür, wenn dein Kind, oder der Baustellenlärm von draußen dich doch abgelenkt hat. Nimm diese Ablenkung an, atme tief durch und bringe dich selbst wieder in die Meditation so gut es geht. Jedem fällt es anfangs schwer, mach dir keinen Druck. Das ist völlig normal!

4. Fange mit geführten Meditationen an

Es wird dir Anfangs möglicherweise leichter fallen, wenn du mit geführten Meditationen startest. Es gibt unzählige Audios und Videos online die dir helfen, dich in einen meditativen Zustand zu versetzen. Du wirst schnell merken welche Worte, Klänge oder Geräusche dir am besten dabei helfen, deinen Kopf auszuschalten und dich nur auf dich und deinen Körper zu konzentrieren. Probiere es einmal aus!

5. Suche dir einen festen Platz zum Meditieren

Ähnlich wie das Bett zum Schlafen, den Küchentisch zum Essen oder das Büro zum Arbeiten, solltest du dir einen festen Platz in deiner Wohnung suchen, um zu meditieren. Unser Gehirn speichert Orte und Geschehnisse zusammen mit bestimmten Emotionen und Handlungen ab. Deshalb wirst du bspw. Auch schnell müde werden, wenn du dich eigentlich nur mal 5 Minuten ins Bett gelegt hast. Sofern du einen entspannten, abgeschiedenen Ort für deine Meditation gefunden hast, behalte ihn bei. Es wird dir viel leichter fallen, wenn du in derselben Position am selben Ort sitzt oder liegst. Dein Körper wird mit der Zeit ganz automatisch mitmachen.

Übung macht den Meister!

Zum Schluss sei noch gesagt, Meditationen helfen dir wirklich ungemein den Stress des Alltags hinter dir zu lassen. Wenn du abends auf der Couch sitzt und eine Serie schaust, denkst du zwar du bist tiefenentspannt, allerdings nimmt dein Gehirn weiterhin so viele Informationen und Reize wahr, dass es sich keineswegs entspannt. Nur eine wirkliche Auszeit, in der du in dich gehst, alle äußeren Einflüsse bewusst ausradierst helfen dir, langfristig gesund und stressfrei durchs Leben zu gehen. Wir legen dir sehr ans Herz die Schritte einmal auszuprobieren und Meditieren in deinen Alltag einzubauen.
Wir freuen uns sehr auf deine Erfahrungen und Geschichten zu diesem Thema!